Jürgen Schwarz Blum

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Gedanken ...

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... zum Weltgeschehen oder auch weniger Schwergewichtigen –
allerdings: kann auch etwas außerhalb der Welt geschehen?
Oder geschieht alles, wenn es denn geschieht, in der Welt
und somit als Teil des Weltgeschehens?

Eine Frühlingsgeschichte auf dem wahren Leben

Das Frühjahr kommt und alles erwacht Nach langer und dunkler Nacht.

Diese Tage gab es wieder einen Ausflug zur Vogelbeobachtung.

Ich stand nun so herum und hörte eine Taube. Nach ein wenig Umhersehen entdeckte ich sie dann auch. An einem noch kahlen Baum in einer Astgabelung war ein Nest, auf dem die Taube saß. Immer rief sie ein wenig und schaute sich um. Endlich flatterte es, und eine zweite Taube landete im Nachbarbaum. Nach kurzem Rundblick flog diese nun heran. Die beiden begrüßten sich. Dann tauschten sie die Plätze auf dem Nest zum Brüten, und die erste Taube startete zur Erkundung der Umgebung.

Die Bäume stehen auf einem schmalen, sorgfältig gepflasterten Streifen, von beiden Seiten eingerahmt mit je zwei asphaltierten Fahrstreifen der Kirchenallee vis-a-vis des Hauptbahnhofs Hamburg in Höhe der Haltestelle, an der ich auf den Bus wartete. Dies ist eine eher überraschende Umgebung für Naturbeobachtung. Ich war wohl auch der einzige, der nach oben Richtung Himmel starrte...

Auf der einen Seite ist da das Abstractum der zu großen Taubenpopulation im städtischen Raum und die davon verursachten Probleme. Auf der anderen Seite:

konkret zwei Lebewesen, die das Beste aus den Umständen machen, in die sie hineingeboren wurden; zwei Lebewesen, die ihr Leben führen und daran erfreuen, eben auch Lebensfreude fühlen.

Ich jedenfalls habe mich über die und mit den beiden gefreut.

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